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Facebook-Profil einer verstorbenen Person deaktivieren lassen

Der Tod eines lieben Menschen ist an sich schon schwierig genug. Darüber hinaus kann aber der digitale Nachlass eines Menschen ein Eigenleben entwickeln, wenn bspw. im Namen der verstorbenen Person Nachrichten vom System versendet werden. Das kann dann einigermaßen verstörend sein.

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten wie Facebook damit umgeht, wenn es vom Ableben eines registrierten Users in Kenntnis gesetzt wird. Entweder wird das Profil vollständig gelöscht und ist nicht mehr erreichbar oder es wird in einen so genannten "Gedenkstatus" versetzt. Der User tritt nicht mehr aktiv in Erscheinung, das Profil ist aber grundsätzlich erreichbar.

1. Profil löschen lassen

Für die Möglichkeit das Profil einer verstorbenen Person vollständig löschen zu lassen musst Du das Formular für die Löschung von Profilen von verstorbenen Nutzern besuchen. Fülle das Formular aus und lade den Totenschein oder die Todesanzeige des Verstorbenen hoch. Weiters musst Du einen Nachweis hochladen, dass Du ein unmittelbarer Verwandter oder der Nachlassverwalter bist. Lade auch hier den Totenschein hoch. Das Profil der Person wird dann nach Angaben von Facebook permanent gelöscht.

Formular zu verstorbenem Nutzer

2. Profil in einen "Gedenkstatus" versetzen lassen

Facebook bietet alternativ die Möglichkeit das Profil einer verstorbenen Person in einen "Gedenkstatus" versetzen zu lassen. Dazu sind bis auf einen Nachweis des Todes (bspw. Todesanzeige oder Auszug aus Nachrichten) keine besonderen Unterlagen notwendig. Das Profil der Person ist dann weiterhin auf Facebook abrufbar. Die Nachricht an Facebook erfolgt ebenfalls über das Formular zur Meldung einer verstorbenen Person. Wähle dazu unter der Frage "Wie können wir dir helfen?" den Punkt "Dieses Konto in den Gedenkzustand versetzen" aus.

Formular zu verstorbenem Nutzer

Sterben im digitalen Zeitalter wird uns noch länger beschäftigen, da sich noch keine allgemein gültigen gesellschaftlichen Regeln im Umgang mit dem digitalen Erbe herauskristallisiert haben. Das Problem ist auch, dass in der Regel die Hinterbliebenen keinen Zugriff auf die verschiedenen Dienste haben, die ein Mensch sein Leben lang genutzt hat. Dort ruhen aber möglicherweise wenn schon nicht "die Arbeit seines/ihres Lebens", so doch Artefakte, die einiges über diesen Menschen aussagen oder ihn/sie zu dem gemacht haben, der er/sie war.

Eine Lösung, die allerdings schon zu Lebzeiten geregelt werden müsste, wäre, Passwörter zu hinterlegen, die im Fall des eigenen Ablebens den Hinterbliebenen zugänglich werden. Nur stellt sich das in einer Zeit mit wechselnden Passwörtern und sich ständig änderndem Nutzungsverhalten etwas schwierig dar. Und nicht zuletzt: wer denkt im Alltag schon in diesen Dimensionen?