Stand: September 2011
Anmerkung: diese Liste wird nicht erweitert
Maria Hahn - AV Akademikerverlag
Wenn es ein Mal so weit ist, dass das Leben auf einer Social Network Site mehr zur Qual als zur Wahl geworden ist, steht dem Online-Ich die Auslöschung seiner virtuellen Identität frei. Oder etwa nicht?! Tatsächlich ist der Ausstieg problematisch, der Rattenschwanz an hinterlassenen Datenspuren lang. Die Erfolgsgeschichte von Facebook & Co. wird längst nicht mehr ausschließlich von Begeisterung begleitet. Unüberblickbare Privatsphäreeinstellungen, unerwünschte Anfragen, Status-Updates im Sekundentakt... Es ist das Gefühl, die Onlinecommunity nicht mehr kontrollieren, aber auch nicht mehr auf sie verzichten zu können. Manche ziehen Bilanz: Was ist der tatsächliche Nutzen meiner Mitgliedschaft? Neu ist: Sie tun es öffentlich. Seit 2009 macht eine wachsende Zahl von Menschen den Ausstieg aus Social Network Sites, den "digitalen Selbstmord", im Internet parketttauglich. Sie vollziehen ihn bewusst, radikal, ein für alle Mal. Warum? Das Phänomen ist kommunkationswissenschaftlich noch wenig erforscht. Die vorliegende Studie deckt die Motive für das Löschen der virtuellen Identität auf und zeigt, welche Spannbreite negative Effekte der Nutzung von Onlinecommunities haben können.
David Kirkpatrick - Hanser
Viele bejubeln Facebook als ultimatives Social Media Tool: Es bringt Freunde in Kontakt, hilft Gleichgesinnten, sich kennenzulernen, macht gegen politische Missstände mobil. Andere warnen vor dem Missbrauch, der droht, wenn die Daten der Facebook-Nutzer in falsche Hände geraten. Alle sind neclassisch auf den immensen Erfolg dieses Unternehmens, das sich in kürzester Zeit gegenüber allen Konkurrenten durchgesetzt hat - und das international. Der "Facebook-Effekt" zeigt, wie ein 19-jähriger Harvard Student ein Unternehmen aufbauen konnte, das heute die am zweithäufigsten besuchte Website nach Google ist, wie Facebook unser Leben verändert und in welche Richtung sich der Internet-Gigant in Zukunft entwickeln wird.
Jakob Steinschaden - Ueberreuter
Facebook ist allgegenwärtig. Auf der Strecke bleiben nicht nur Facebook-Alternativen wie z. B. Myspace und StudiVZ, sondern auch die Privatsphäre der Mitglieder. Wie sehr hat das Social Network unsere Gesellschaft vereinnahmt? Was passiert eigentlich mit den persönlichen Daten der Mitglieder? Wie begegnet man neuen Phänomenen wie „Cyber Mobbing? Diese Fragen beantwortet Jakob Steinschaden in spannenden Experten-Interviews, tiefgehenden Analysen und anschaulichen Reportagen.
Juan Faerman - Südwest Verlag
Juan Faerman analysiert augenzwinkernd die Funktionsmechanismen des beliebten sozialen Netzwerks, das Verhalten seiner User, die radikale Veränderung des Freundschaftskonzepts und der zwischenmenschlichen Beziehungen sowie die Kehrseite der virtuellen Community. Faceboom liefert neben einer tiefgreifenden Analyse eine ironisch-humorvolle Betrachtungsweise auch viel Lesenswertes über virtuelle Freundschaften, digitale Untiefen und die unbegrenzten Möglichkeiten - und damit unterscheidet es sich wesentlich von anderen, zumeist als Bedienungsanleitung für Facebook dienenden Veröffentlichungen.
Thomas Wanhoff - Spektrum Akademischer Verlag
Wie verändern die sozialen Netzwerke unsere Freundschaften und Beziehungen? Dieses Buch versucht, einige Antworten auf diese Frage zu geben. Es wird aufgezeigt, wie hinter allen Netzwerken wirtschaftliche Interessen stehen und warum das den einzelnen Nutzer nicht unbedingt zu sorgen braucht. Es werden neue Überlegungen zum Begriff „Freundschaft“ angestellt und dann mit einer sich verändernden Realität verglichen. Warum darf die Bäckersfrau wissen, dass man jeden Morgen Mohnbrötchen kauft, während man Unternehmen im Internet Zugriff auf die eigenen Einkaufsgewohnheiten verweigert? Wie verändern sich Beziehungen zwischen Konsumenten und Unternehmen, Individuen und Fremden? Das Buch führt den Leser von Definitionen über Privatsphären-Aspekte sowie einem Diskurs über den Begriff „Freundschaft“ und seinem Gebrauch in sozialen Netzwerken hin zu Kategorien wie Unterhaltung, Unternehmensinteressen, Karriere und Abhängigkeiten. Am Ende hat der Leser eine umfassende Kenntnisgrundlage, um die Vor- und Nachteile von virtuellen Freundschaften für sich persönlich bewerten zu können.
Sascha Adamek - Heyne
20 Millionen Nutzer im deutschsprachigen Raum, 500 Millionen weltweit – das ist der Stoff, aus dem Facebook Milliarden macht. Und bereitwillig laden wir täglich Unmengen von privaten Fotos und Daten auf die Seiten. Hemmungslos betreibt das größte und erfolgreichste soziale Netzwerk die kommerzielle Verwertung der persönlichen Daten seiner Nutzer. Wollen wir diesen Preis wirklich zahlen?
Carsten Görig - Orell Füssli
Google, Facebook, Twitter, Apple & Co. lassen uns teilhaben an allem, was in der Welt passiert. Der Preis, den wir für die neue technologische Hilfe bezahlen, ist allerdings hoch. Wer steckt hinter den Unternehmen, die uns ein neues, vernetztes Dasein versprechen? Was sind die Risiken und Nebenwirkungen, wenn wir unsere intimsten Daten gewinnorientierten Internet-Diensten anvertrauen? Carsten Görig liefert erstmals eine Zusammenschau, mit wem wir es bei Google, Facebook, Twitter, Apple & Co. zu tun haben, welche Interessen die Großen dieser Branche tatsächlich verfolgen, was ihre praktischen Dienste mit uns und unseren Daten anstellen und was sie uns Nutzern verschweigen. Sie wissen, wo du bist, was du gerade tust und wen du alles kennst – die wahren Motive der Internetgiganten.
Constanze Kurz & Frank Rieger - Fischer
Warum findet Facebook jeden meiner Bekannten? Auf welche Datenspuren hat der Staat Zugriff? Und was kann man aus ihnen herauslesen?
Die Experten für Informationssicherheit, Constanze Kurz und Frank Rieger, weisen uns den Weg zu einer neuen digitalen Mündigkeit. Sachkundig und verständlich erklären sie, was sich hinter den Benutzeroberflächen tatsächlich verbirgt. Aus dem Strom scheinbar harmloser Daten, die wir tagtäglich im Netz hinterlassen, werden geldwerte Informationen geschöpft, deren Ausmaß und Gehalt wir uns gar nicht vorstellen können. Ob der Staat oder Google, alle bedienen sich am Datensatz Mensch. Es ist an der Zeit, das eigene digitale Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Alex Rühle - Klett-Cotta
Alex Rühle ist ein erfolgreicher Journalist, er kommt ganz schön rum, ist glücklich verheiratet und hat zwei Kinder und er ist süchtig. Er ist ein Internet-Junkie. Kein Extremfall, nicht mal die Ausnahme. Er ist gerade so abhängig wie Sie und ich es sind, nur dass wir es nicht immer wissen. Doch Alex Rühle weiß es und macht Ernst: Ein halbes Jahr wird digital gefastet, und das Leben als Journalist und Vater muss offline weitergehen. Dabei ist das Porträt einer Zeit entstanden, in der alles immer schneller geht und man doch keine Zeit hat, und in der das Allein-Sein zur Tortur geworden ist.
Christoph Koch - Blanvalet Verlag
Internet und Handy sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir sind immer öfter und länger online. Wir treffen unsere Freunde auf Facebook, googeln unseren neuen Kollegen, scrollen nebenbei durch die Nachrichten und kaufen gleichzeitig unser Bahnticket. Wenn wir nicht im Internet sind, schreiben wir SMS oder telefonieren. Aber wie wäre es denn allein mit uns und unseren Gedanken, offline und abgekoppelt vom Rest der Welt? Wie verändert das unsere Freundschaften, unsere Arbeit, unsere Beziehungen und unser Selbstbild? Christoph Koch ist dahin gegangen, wo es richtig weh tut: offline. Und hat getestet, was vom Leben übrig bleibt.
Nicholas Carr - Karl Blessing Verlag
Im Durchschnitt sind die Deutschen etwa zweieinhalb Stunden täglich online. Neuesten Studien zufolge, so zeigt Bestsellerautor und IT-Experte Nicholas Carr, bewirkt bereits eine Onlinestunde am Tag erstaunliche neurologische Prägungen in unserem Gehirn. Wer das Internet nach Informationen, sozialen Kontakten oder Unterhaltung durchforstet, verwendet, anders als beim Buch- oder Zeitunglesen, einen Großteil seiner geistigen Energie auf die Beherrschung des Mediums selbst. Und macht sich um die Inhalte, buchstäblich, keinen Kopf. Die Folge: Im Internetzeitalter lesen wir oberflächlicher, lernen wir schlechter, erinnern wir uns schwächer denn je. Von den Anpassungsleistungen unseres Gehirns profitieren nicht wir, sondern die Konzerne, die mit Klickzahlen Kasse machen.

Viktor Mayer-Schönberger - Berlin University Press
Das digitale Zeitalter ist eines der perfekten Erinnerung: niemals zuvor haben wir so viele Informationen sammeln können wie heute. Immer größer und billiger werdende Speichermedien, neue Methoden zur Erschließung von Informationen und der Zugriff auf Daten aus aller Welt über das Netz machen dies möglich. Welche Folgen hat diese Entwicklung? Wird nur noch das als wahr gelten, was die Form digitaler Daten annimmt? Oder werden wir für das, was dauert, für Verträge und sprachliche Kunstwerke, beim Papier bleiben? Ist das Vergessen nicht ein exzellenter, evolutionär bewährter Mechanismus zur Gewichtung von Informationen? Mayer-Schönberger öffnet uns die Augen für die Gefahren der ewigen digitalen Erinnerung und zeigt die wichtige Rolle auf, die das Vergessen in unserer Geschichte gespielt hat.